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Die Geschichte der Sonnenbrille - Von den Eskimos zur Ray-Ban

by Celine

Jeder kennt die treue Begleiterin durch sonnige Sommer Tage – Die Sonnenbrille. Jedoch kaum einer weiß wie lange es sie schon gibt und wie sie ihre Anfänge nahm. Aber das erfährst du in diesem Artikel.

inuit mit brille
Inuit mit Schneebrille: By Julian Idrobo from Winnipeg, Canada (Inuit Goggles) [CC BY-SA 2.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0), via Wikimedia Commons

Eskimos und Römer – die „Erfinder“ der Sonnenbrille

Die vermutlich früheste bekannte Verwendung einer „Sonnenbrille“ war durch Kaiser Nero im alten Rom. Nero lebte von 37 – 68 n. Chr.. Er war bekannt dafür bei Gladiatorenkämpfen das Geschehen durch grüne Smaragde zu betrachten, um sich so vor dem grellen Sonnenlicht zu schützen. Aber auch die Eskimos konnten sich schon sehr früh gegen die Sonnenstrahlen wehren. Das größte Problem war jedoch der stark blendende Schnee und die damit einhergehende Schneeblindheit. Sie formten Brillen-ähnliche Gebilde aus Knochen oder Holzbrettern und versahen sie mit feinen Sichtschlitzen. So konnte weniger Licht auf das Auge fallen.


Die ersten „Sonnenbrillen“ - Vom ende des Mittelalters bis zum 20. Jahrhundert

Ab dem 15. Jahrhundert wurden Brillen mit farbigen Brillengläsern versehen um der Blendwirkung der Sonne entgegen zu wirken. Mitte des 18. Jahrhunderts entwickelte der Brite James Ayscought eine Brille mit Rauchglas. Diese ähnelte der Form nach bereits sehr der heutigen Sonnenbrillen. Bis heute sind viele Brillen aus dieser Ära im Originalzustand erhalten. Die Brillen hatten nahezu jede Farbe des Regenbogens. Gelbe, grüne, blaue oder rote Gläser waren sehr verbreitet. Viele dieser alten Brillen besaßen sogar einen zusätzlichen Schutz gegen Streulicht. Diese wurden meist aus Stoff oder Leder hergestellt. Es gab sogar Brillen bei denen sich seitlich zusätzliche grüne Gläser vor die Brille klappen ließen. Doch keine dieser frühen Sonnenbrillen schützte effektiv vor der wirklichen Gefahr die von dem Sonnenlicht ausging. Die UV Strahlen wurden erst Ende des 19. Jahrhunderts das erste mal berücksichtigt.

Sonnenbrillen
Das Model Aviator von Ray-Ban:By Rich Niewiroski Jr. (http://www.projectrich.com/gallery) [CC BY 2.5 (http://creativecommons.org/licenses/by/2.5) or Attribution], via Wikimedia Commons
Diese Brille verfügt also über UV 400, CE Zertifikat und hat eine Kategorie 3 Tönung
Brillen wie diese wurden einfach mit Bunten Gläsern versehen:By SCHUBERTcommons (Own work) [CC BY-SA 3.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons

Von Blendschutz zur echten Sonnenbrille mit UV Filter

Wie bereits erwähnt schützten die ersten Sonnenbrillen nicht gegen UV Strahlen. Der französische Arzt Jean Marie Theodore Fieuzal wies Ende des 19. Jahrhunderts das erste Mal auf die schädlichen Strahlen hin. Er empfahl gelbe statt blauer Gläser zu verwenden, jedoch bat auch das keinen wirklichen Schutz. 1908 wurde dann durch eine Studie des Schweizer Alfred Vogt nachgewiesen, dass UV Strahlen sich schädigend auf die Augen auswirken. Die ersten Gläser mit UV Schutz wurden jedoch bereits 1905 entwickelt. Die Firma Schott brachte daraufhin die ersten Schutzbrillen mit UV Schutz auf den Markt. Doch die erste wirkliche Sonnenbrille wurde durch die Firma Bausch & Lomb im Jahr 1936 auf den Markt gebracht. Sie ist wohl jedem von uns bekannt, denn es handelt sich um die Pilotenbrille Aviator. Ein Jahr nach Markteinführung gründete Bausch & Lomb die Tochter Firma Ray-Ban. Durch Filmstars und Werbekampagnen erlangte die Pilotenbrille einen Kultstatus. Bis heute ist sie die beliebteste Sonnenbrillen Form. 



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